RASSEN

ÖTZ COFFEE UND CREAM

Zweinutzung

  • Eier pro Jahr: 200–230
  • Eigröße: Überwiegend M
  • Schalenfarbe: Hellbraun / Beige / Bunt
  • Legebeginn: LW 20
  • Lebendgewicht bei Legebeginn: 2,1–2,3 kg
  • Futterverbrauch bei 100% Biofutter: 135–145 g
  • Schlachtgewicht der Hähne 16. LW: 1,4–1,6 kg

ÖTZ Bresse* Gauloises

Mast – und Zweinutzung

  • Eier pro Jahr: 180–200
  • Eigröße: 2–3 Monate S, dann M
  • Schalenfarbe: Cremefarben
  • Legebeginn: LW 16–17
  • Lebendgewicht bei Legebeginn: 2–2,3 kg
  • Futterverbrauch bei 100% Biofutter: 140 g
  • Schlachtgewicht der Hähne 16. LW: 1,6–2 kg

Die ÖTZ „Cream“ und ÖTZ „Coffee“ sind klassische Zweinutzungshühner. Sie entstehen aus der einfachen Kreuzung von zwei Rassen: Aus Bresse Gauloise und White Rock entsteht „Cream“, eine weiße Henne mit weißem Hahn. Aus Bresse Gauloise und New Hampshire entsteht „Coffee“, eine bunte Truppe mit braunen, weißen und teilweise schwarz gemusterten Tieren.

Die ÖTZ „Bresse* Gauloise“ (weiß) ist ein reinrassiges Mast- und Zweinutzungshuhn. Es hat weiße Federn und blaue Ständer.

Hennen

Leistung: Bei den „Cream“- und „Coffee“- Hennen wird aktuell von einer Leistung von bis zu 230 vermarktungsfähigen Eiern/ Henne / Jahr ausgegangen. Die Schalenfarbe der Eier ist bunt, von hellbraun bis beige. Die Eier befinden sich nach ca. 3 Wochen in der für die Vermarktung beliebtesten Gewichtsklasse M (über 53 g). Der Legebeginn ist in der 20. Lebenswoche. Das Lebendgewicht zu Legebeginn liegt bei Aufzucht mit 100% ökologischem Futter bei 2,1–2,3 kg. Der Futterverbrauch liegt bei ca. 135–145 g /Tier und Tag.

Hinweise zur Fütterung: Die „Cream“- und „Coffee“-Hennen kommen aufgrund ihrer geringeren Leistungen mit weniger hochkonzentrierten Futtermischungen gut zurecht. Bitte fragen Sie bei Ihrer Futtermühle nach eiweiß- und energiereduzierten Futtermischungen und versorgen Sie die Tiere mit ausreichend Rohfaser. Bitte achten Sie außerdem auf feuchten Kot als Anzeiger für Proteinüberschuss.

Verhalten: Die Tiere sind sowohl in kleinen als auch in großen Herden untereinander gut verträglich. Sie fallen durch eine intensive Auslaufnutzung und dadurch eine hohe Aufnahmemenge von Rohfaser auf.

Hennen

Leistung: Bei der „Bresse* Gauloises“- Henne wird aktuell von einer Legeleistung von 180–200 Eiern / Henne im ersten Jahr ausgegangen. Im zweiten Jahr nach einer Mauser ist mit 120 Eiern zu rechnen. Die Schalenfarbe der Eier ist cremeweiß. In den ersten 8–12 Wochen nach Legebeginn werden überwiegend S-Eier (unter 53 g) gelegt. Der Legebeginn liegt früh in der 16.–18.

Das Lebendgewicht bei Legebeginn liegt bei Aufzucht mit 100% ökologischem Futter bei ca. 2,5 kg und steigt in der ersten Legeperiode auf 2,8–3 kg. Der Futterverbrauch während der Legeperiode liegt bei 145–150 g / Tier und Tag.

Hinweise zur Fütterung: Die Tiere sind robust, genügsam und es kann mit geringeren Futterkonzentrationen sowie einer höheren Aufnahme von Rohfaser (z.B. Kleie, Silage, Heu) gerechnet werden. Zu beachten ist, dass die „Bresse*“-Henne bei zu reichhaltiger Fütterung zur Verfettung neigt und die Legeleistung dadurch sinkt. Achten Sie darum bei legenden Tieren stets auf eine gute Kondition der Tiere.

Hähne

Leistung: Abhängig von Aufzuchtdauer und Fütterung erreicht der Hahn beider Rassen im Alter von 15 Wochen ein Schlachtgewicht von 1,3–1,5 kg und im Alter von 16–17 Wochen ein Schlachtgewicht von 1,4–1,6 kg.

Hähne

Leistung: Die Hähne erreichen innerhalb von 16–17 Wochen ein Lebendgewicht von ca. 2,6–3 kg. Sie sind für eine extensive Mast mit alternativen Futterkomponenten (Keimgetreide, Kartoffeln, Molke, etc.) sehr gut geeignet. Der Schlachtkörper ist optisch ein guter Kompromiss zwischen Bruderhahn und Masttier. Das Fleisch ist durch das lange Wachstum und die Bewegungsfreudigkeit der Tiere fester und intensiver im Geschmack.

Allgemein

Besonderheiten: Zweinutzung bedeutet nach Auffassung der ÖTZ, dass Hahn und Henne wirtschaftlich eigenständige Tiere sind. Der Hahn produziert aus möglichst regionalen Futtermitteln und Reststoffen Fleisch. Die Henne legt Eier und wird am Ende ihrer Legezeit als besonders schwere Suppen-Henne vermarktet. Das bedeutet, dass der Hahn, anders als beim Bruderhahn, nicht über die Henne subventioniert wird.

Empfehlung zur Preisgestaltung: ÖTZ Junghennen und Hähne sind in der Anschaffung teurer. Deshalb empfehlen wir Erzeugerpreise von mindestens 48 C ent pro Ei. Das Fleisch der Hähne ist aufgrund des langsameren Wachstums von hoher Qualität und zur Vermarktung im Ganzen und in Teilstücken geeignet. Die Erzeugungspreisempfehlung liegt darum bei mindestens 15 € / Kg.

Allgemein

Verhalten: Die Hennen sind freundlich, selbstbewusst und lebhaft. Die Hähne sind in der Geschlechtsreife bis maximal 17 Wochen in einer reinen Hahnengruppe zu halten. Danach steigt das Aggressionspotential und der Stress in den Hahnengruppen nimmt zu.

Besonderheiten: Die Bresse* ist insbesondere für direktvermarktende Betriebe mit kleinen Gruppen bis 500 Tieren zur Mast (beide Geschlechter) oder als Zweinutzungstier geeignet. Die (kleinen) Eier sind besonders schmackhaft und können bei engem Kundenkontakt gut vermarktet werden. Die hofeigene Vermehrung der Tiere ist möglich.

Empfehlung Preisgestaltung: Die Erzeugung der Eier und Fleisch ist besonders kostenintensiv. Die Erzeugerpreisempfehlung liegt darum bei mindestens 54 Cent pro Ei und 15 € pro kg Fleisch.

* ÖTZ Bresse von deutschen Elterntieren. Geschlüpft und aufgezogen in Deutschland

Zweinutzung

Zweinutzung bedeutet, dass Hahn und Henne wirtschaftlich eigenständige Tiere sind. Der Hahn produziert Fleisch aus möglichst regionalen Futtermitteln und Reststoffen aus der landwirtschaftlichen Produktion. Die Henne legt Eier und kann am Ende ihrer Legezeit als besonders schwere (Suppen-) Henne vermarktet werden. Das bedeutet, der Hahn wird, anders als beim Bruderhahn, nicht über die Henne subventioniert. Das ökologisch sinnvolle Konzept von Zweinutzung basiert auf dem Einsatz alternativer Futtermittel, insbesondere auch in der Hahnenmast.

Downloadlinks