UNSERE TIERE

ÖTZ Gebrauchskreuzungen sind moderne Zweinutzungshühner aus alten Rassen.

Im Laufe der Zeit wurden viele Daten zu ÖTZ Zweinutzungshühnern gesammelt. Die folgenden Daten beruhen auf Leistungsprüfungen innerhalb wissenschaftlich begleiteter Projekte und werden beständig ergänzt und aktualisiert.

Steckbrief

ÖTZ COFFEE

Die ÖTZ Coffee sind klassische Zweinutzungshühner, die aus einer Kreuzung der beiden Rassen Bresse Gauloise und New Hampshire entstehen. Aus dieser Anpaarung geht eine bunte Herde mit braunen, weißen und teilweise schwarz gemusterten Tieren hervor.

HINWEIS: In Ausnahmefällen kann es auch cremeweiße Coffee-Herden geben. Dies hängt von dem Stellungseffekt der beiden gekreuzten Rassen ab. Sind zu wenige Bruteier für die bunte Kreuzung vorhanden (Bresse-Henne x New Hampshire-Hahn), behält sich die ÖTZ das Recht vor, auf die umgekehrte und damit weiße Coffee-Verpaarung (New Hampshire-Henne x Bresse-Hahn) zurückzugreifen. Dies ändert nach heutigem Stand nichts am Verhalten oder an den Leistungsdaten der Tiere.

  • Leistungsdaten im Überblick

  • Eier pro Jahr: 200 – 230  Stück
  • Schalenfarbe: hellbraun / beige
  • Legebeginn: 20 LW
  • Lebendgewicht bei Legebeginn: 1,9 – 2,1 kg
  • Gewicht der Althennen (72.LW): Lebendgewicht 2,6 – 2,8 kg / Schlachtgewicht 1,5 – 1,7 kg
  • Lebendgewicht der Hähne: 14. LW: 2,3 kg/ 20. LW: 2,8 kg
  • Schlachtgewicht der Hähne: 14. LW: 1,5 kg/ 20. LW: 2 kg
  • Futterverbrauch bei 100% Biofutter: 135 g – 145 g / Tier und Tag
  • Futterverbrauch*: 8,4 – 8,6 kg
  • EU-Zertifizierung**: ja
  • Verfügbarkeit: Küken und Bruteier ganzjährig, Junghennen auf Vorbestellung

*Für ein Tier (m/w), aufgezogen in einer gemischtgeschlechtlichen Gruppe bis 15. LW

**Nach Binnenmarkt-Tierseuchenschutz Verordnung (BmTierSSchV) zertifiziert und damit für den Handel in EU zertifizierte Brütereien und das Ausland zugelassen.

ÖTZ COFFEE-HENNEN

 

Leistung: Bei einer ÖTZ Coffee-Henne kann, je nach Management, von einer jährlichen Leistung von bis zu 230 vermarktungsfähigen Eiern ausgegangen werden. Die Eifarbenschale variiert von hellbraun bis beige.

Der Legebeginn tritt um die 20. Lebenswoche ein. Zum Legebeginn sollte das Lebendgewicht nicht unter 1,9 – 2,1 Kilogramm liegen, da zu geringe Lebendgewichte zum Legebeginn die Höhe der Legespitze und Persistenz negativ beeinflussen. Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse verweisen zudem auf einen Zusammenhang zwischen zu frühem Legestart, bzw. zu niedrigem Lebendgewicht und Brustbeinverkrümmungen/-verletzungen.

Futterverbrauch: Der tägliche Futterverbrauch pro Tier liegt zwischen 135 und 145 Gramm (+ ganzes Korn).

Althennen: Nach der 72. Lebenswoche wiegen ÖTZ Coffee-Hennen zwischen 2,6 – 2,8 Kilogramm. Das Schlachtgewicht liegt zwischen 1,5 – 1,7 Kilogramm.

Verhalten: Die ÖTZ Coffee sind sowohl in kleinen als auch in großen Herden untereinander gut verträglich. Bemerkenswert ist zudem die intensive Auslaufnutzung und die Aufnahmefreudigkeit von Rohfaser. Den Hennen mit schwarzem Gefieder sollte bei der Tierbeobachtung besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden, da die Gefahr besteht, dass sie in größeren Herden zu „Mobbingopfern“ werden können.

TIPP: Farbsexen: Wer die Tiere selbst aufzieht, kann anhand der Farben bereits eine grobe Sortierung in männlich und weiblich vornehmen. Alle braunen Coffee-Küken sind weiblich. Gut 10 % der weißen Küken sind weiblich und 90 % männlich. An dieser Stelle arbeitet die ÖTZ an einer weiteren Verbesserung der geschlechtlichen Farberkennung.

FÜTTERUNGSHINWEIS: Achtung: Kreuzblütler (Raps, Senf etc.) lösen bei einzelnen Tieren der Coffee Kreuzung eine Stoffwechselstörung hervor. Dies kann zu fischig riechenden Eiern führen, ohne dass Fischmehl verfüttert wurde. Dieses Phänomen kann auch auftreten, wenn der Mobilstall über eine Zwischenfrucht mit Kreuzblütlern wandert.

ÖTZ COFFEE-HÄHNE

Schlachtleistung:

Abhängig von der Herdengröße und der Fütterung erreichten die Coffee-Hähne im Alter von 14 Wochen ein Lebendgewicht von etwa 2,3 Kilogramm sowie ein Schlachtgewicht von 1,5 Kilogramm.

Im Alter von 20 Wochen ist, je nach Aufzucht und Fütterung, ein Lebendgewicht von 2,8 Kilogramm und ein Schlachtgewicht von 2 Kilogramm möglich.

TIPP: Zweinutzungshähne sind deutlich bewegungsfreudiger als herkömmliche Hähnchen. Das sollte bei der Aufstallungseinrichtung berücksichtigt werden, um das Auftreten von Brustblasen und anderen Verletzungen vorzubeugen. Strohballen und erhöhte Ebenen eignen sich, um den Stall zu strukturieren, bieten aber auch gute Ruhezonen für rangniedere Tiere. Ab der 10. Lebendwoche ist, abgesehen vom Tageslicht, zusätzliches Licht im Stall überflüssig und sollte zugunsten der ruhigeren Tiere auch ausgeschaltet bleiben.

Steckbrief

ÖTZ CREAM

Die ÖTZ Cream sind klassische Zweinutzungshühner. Sie entstehen aus Kreuzungen der zwei Rassen Bresse Gauloise und White Rock. ÖTZ Cream-Hähne und -Hennen tragen ein weißes Gefieder und haben bunte Füße. Die farblichen Ausprägungen der Ständer erstrecken sich von cremefarben und beige bis hin zu den für die Bresse Gauloises typischen blaugrauen Ständern.
  • Leistungsdaten im Überblick

  • Eier pro Jahr: 200 – 230  Stück
  • Schalenfarbe: hellbraun / beige
  • Legebeginn: 20 LW
  • Lebendgewicht bei Legebeginn: 1,9 – 2,1 kg
  • Gewicht der Althennen (72.LW): Lebendgewicht 2,4 – 2,8 kg / Schlachtgewicht 1,3 – 1,6 kg
  • Lebendgewicht der Hähne: 15. LW: 2,6 kg/ 18. LW: 3,1 kg
  • Schlachtgewicht der Hähne: 15. LW: 1,5 kg/ 18. LW: 1,9 kg
  • Futterverbrauch bei 100% Biofutter: 135 g – 145 g / Tier und Tag
  • Futterverbrauch bis 15. LW*: 7,8 – 8,0 kg
  • EU-Zertifizierung**: ja
  • Verfügbarkeit: Küken und  Bruteier ganzjährig,  Junghennen auf Vorbestellung

*Für ein Tier (m/w), aufgezogen in einer gemischtgeschlechtlichen Gruppe bis 15. LW.

**nach Binnenmarkt-Tierseuchenschutz Verordnung (BmTierSSchV) zertifiziert und damit für den Handel in EU zertifizierte Brütereien und das Ausland zugelassen.

ÖTZ CREAM-HENNEN

Leistung: Bei einer ÖTZ Cream-Henne kann, je nach Management, von einer jährlichen Leistung von bis zu 230 vermarktungsfähigen Eiern ausgegangen werden. Die Eischalen haben ein Farbspektrum von hellbraun bis beige.

Der Legebeginn ist in der 20. Lebenswoche. Das Lebendgewicht sollte zum Legebeginn nicht unter 1,9 – 2,1 Kilogramm liegen, da zu geringe Lebendgewichte zu Legebeginn die Höhe der Legespitze und Persistenz negativ beeinflussen. Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse verweisen zudem auf einen Zusammenhang zwischen zu frühem Legestart beziehungsweise zu niedrigem Lebendgewicht und Brustbeinverkrümmungen/-verletzungen.

Futterverbrauch: Der tägliche Futterverbrauch pro Tier liegt zwischen 135 und 145 Gramm (+ ganzes Korn).

Althennen: Nach 72 LW wiegen die ÖTZ Cream.Hennen zwischen 2,4 – 2,8 Kilogramm lebend und zwischen 1,3 – 1,6 Kilogramm geschlachtet.

Verhalten: Die ÖTZ Cream sind sowohl in kleinen als auch in großen Herden untereinander gut verträglich. Bemerkenswert ist zudem die intensive Auslaufnutzung und die Aufnahmefreudigkeit von Rohfaser. Bei der Haltung von ÖTZ Cream-Hennen sollte der Abrundung von Stallecken besondere Berücksichtigung geschenkt werden, da sie in seltenen und besonders stressigen Situationen zum Pulken neigen können.

ÖTZ CREAM-HÄHNE

Schlachtleistung: Abhängig von der Herdengröße und Fütterung erreichen Cream-Hähne im Alter von 15 Wochen ein Lebendgewicht von etwa 2,6 Kilogramm und ein Schlachtgewicht von gut 1,5 Kilogramm.

Im Alter von 18 Wochen ist ein Lebendgewicht von 3,1 Kilogramm und ein Schlachtgewicht von 1,9 Kilogramm möglich.

 

TIPP: Zweinutzungshähne sind deutlich bewegungsfreudiger als herkömmliche Hähnchen. Das sollte bei der Aufstallungseinrichtung berücksichtigt werden, um dem Auftreten von Brustblasen und anderen Verletzungen vorzubeugen. Strohballen und erhöhte Ebenen eignen sich um den Stall zu strukturieren, bieten aber auch gute Ruhezonen für rangniedere Tiere. Ab der 10. Lebendwoche ist, abgesehen vom Tageslicht, zusätzliches Licht im Stall überflüssig und sollte zugunsten der ruhigeren Tiere auch ausgeschaltet bleiben.

 

Steckbrief

ÖTZ CARAMEL Erhaltungszucht

Die ÖTZ Caramel geht aus der Kreuzung von Deutschem Lachshahn und White Rock-Henne hervor. Im Gegensatz zu Coffee und Cream wird hier nur die Mutterhenne von der ÖTZ züchterisch betreut. Die Lachshühner stammen von unserem Kooperationspartner Wendlandgeflügel.
Die ÖTZ Caramel hat weiße Ständer und ein beige-braun geblümtes Gefieder in abwechslungsreicher Ausprägung. Ab und an tauchen Federn und bis zu fünf Zehen an den Füßen auf. Auch der Bart verleiht den Tieren ein besonderes Aussehen.

 

HINWEIS: Die ÖTZ Caramel ist ein neuer Kreuzungsversuch mit dem Schwerpunkt Erhaltungszucht. Die Bruteier sind nicht EU-zertifiziert, weshalb die Tiere nur in kleinem Umfang als Bruteier oder über ÖTZ Partner-Brütereien als Küken bezogen werden können. Der Bezug von voraufgezogenen Junghennen ist ebenfalls nur in kleinbäuerlichen Aufzuchtbetrieben möglich.

  • Leistungsdaten im Überblick

  • Eier pro Jahr: 200 – 230  Stück
  • Schalenfarbe: cremefarben
  • Legebeginn: 21. – 22. LW
  • Lebendgewicht bei Legebeginn: 2,1 – 2,3 kg
  • Gewicht der Althennen (72.LW): Lebendgewicht 2,7 kg / Schlachtgewicht 1,5 kg
  • Lebendgewicht der Hähne: 15. LW: 2,4 kg/ 18. LW: 2,9 kg
  • Schlachtgewicht der Hähne: 15. LW: 1,4 kg/ 18. LW: 1,7 kg
  • Futterverbrauch bei 100% Biofutter: 130 g – 135 g / Tier und Tag
  • Futterverbrauch bis 15. LW*: 7,6 kg
  • EU-Zertifizierung**: nein
  • Verfügbarkeit: Küken und Bruteier auf Nachfrage ganzjährig

*Für ein Tier (m/w), aufgezogen in einer gemischtgeschlechtlichen Gruppe bis 15. LW.

**Nach Binnenmarkt-Tierseuchenschutz Verordnung (BmTierSSchV) zertifiziert und damit für den Handel in EU zertifizierte Brütereien und das Ausland zugelassen.

HINWEIS: Bei den angegebenen Leistungen handelt es sich um vorläufige Daten – die ÖTZ Caramel befinden sich aktuell noch in weiteren Leistungsprüfungen. 

ÖTZ CARAMEL-HENNEN

Leistung: Bei einer ÖTZ Caramel-Henne kann, je nach Management, von einer jährlichen Legeleistung von 200 – 230 vermarktungsfähigen Eiern ausgegangen werden. Die Eischalen sind cremefarben.

Der Legebeginn tritt zwischen der 21. und 22. Lebenswoche ein. Zum Zeitpunkt des Legebeginns sollte das Lebendgewicht nicht unter 2,1 – 2,3 Kilogramm liegen, da zu geringe Lebendgewichte in dieser Phase die Höhe der Legespitze und Persistenz negativ beeinflussen. Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse verweisen zudem auf einen Zusammenhang zwischen zu frühem Legestart beziehungsweise zu niedrigem Lebendgewicht und Brustbeinverkrümmungen/-verletzungen.

Futterverbrauch: Der tägliche Futterverbrauch pro Tier liegt zwischen 130 und 135 Gramm (+ ganzes Korn)

Althennen: Nach der 72. Lebenswoche wiegen ÖTZ Caramel-Hennen 2,7 Kilogramm. Das Schlachtgewicht liegt bei 1,5 Kilogramm.

Verhalten: Die ÖTZ Caramel sind ruhige, umgängliche Hühner. Sie sind neugierig und nutzen ihren Auslauf gut. Die Tiere lassen sich problemlos auch mit anderen Rassen in bunten Herden halten.

ÖTZ CARAMEL-HÄHNE

Schlachtleistung: Abhängig von der Herdengröße und der Fütterung erreichen ÖTZ Caramel-Hähne im Alter von 15 Wochen ein Lebendgewicht von etwa 2,4 Kilogramm und ein Schlachtgewicht von 1,4 Kilogramm.

Im Alter von 18 Wochen ist ein Lebendgewicht von 2,9 Kilogramm und ein Schlachtgewicht von 1,7 Kilogramm möglich.

Besonderheiten im Verhalten: Die ÖTZ Caramel-Hähne sind besonders friedfertig. Rangkämpfe treten bis zur 18. Lebenswoche selten auf.

 

BESONDERHEITEN: Die Zweinutzungshuhnkreuzung ÖTZ Caramel trägt durch die Verwendung der Rasse „Deutsches Lachshuhn“ (GEH-Liste „Beobachtung“) aus bäuerlicher Zucht zum Erhalt dieser bedrohten alten Rasse als Wirtschaftshuhn bei. Mit Bart und leichten Federfüßen sind die ÖTZ Caramel auch optisch eine Besonderheit mit Alleinstellungsmerkmal.

Steckbrief

ÖTZ BRESSE-GAULOISE

Die ÖTZ Bresse-Gauloise ist ein fleischbetontes Zweinutzungshuhn, welches ursprünglich aus Frankreich stammt. Das Poulet de Bresse wird aufgrund seiner hervorragenden Fleischqualität international als „die Königin des Geflügels“ geschätzt. Traditionell hat diese Rasse in Anlehnung an die französischen Nationalfarben weiße Federn, blaue Ständer und einen leuchtend roten Kamm.

BESONDERHEIT: Die Rasse Bresse*Gauloise ist insbesondere für direktvermarktende Betriebe mit kleinen Gruppen geeignet. Die Eier sind etwas kleiner dafür aber besonders schmackhaft. Da die Tiere reinrassig sind, ist eine hofeigene Vermehrung der Tiere ohne Aufspaltungen sehr gut möglich.

* ÖTZ Bresse Gauloises von deutschen Elterntieren, geschlüpft und aufgezogen in Deutschland.

 

ALLGEMEINER HINWEIS: Bitte beachten Sie, dass „Bresse“ eine geschützte Herkunftsbezeichnung ist. Das bedeutet, dass das Fleisch der Bresse-Hühner außerhalb Frankreichs nicht als Bresse-Fleisch deklariert werden darf. In Deutschland werden die Tiere und das Fleisch daher als Bresse-Gauloise oder Les Bleues benannt.

  • Leistungsdaten im Überblick

  • Eier pro Jahr: 180 – 200  Stück
  • Schalenfarbe: cremefarben
  • Legebeginn: 16. – 17. LW
  • Lebendgewicht bei Legebeginn: 2 – 2,3 kg
  • Gewicht der Althennen (72.LW): Lebendgewicht 2,8 kg / Schlachtgewicht 1,7 kg
  • Lebendgewicht der Hähne: 15. LW: 2,8 kg
  • Schlachtgewicht der Hähne: 15. LW: 1,7 kg
  • Futterverbrauch bei 100% Biofutter: 140 g – 150 g / Tier und Tag
  • Futterverbrauch bis 15. LW*: 7,9 kg
  • EU-Zertifizierung**: ja
  • Verfügbarkeit: Küken und Bruteier auf Nachfrage ganzjährig

*Für ein Tier (m/w), aufgezogen in einer gemischtgeschlechtlichen Gruppe bis 15. LW.

**Nach Binnenmarkt-Tierseuchenschutz Verordnung (BmTierSSchV) zertifiziert und damit für den Handel in EU zertifizierte Brütereien und das Ausland zugelassen.

ÖTZ BRESSE-GAULOISE- HENNEN

Leistung: Bei einer ÖTZ Bresse-Gauloise-Henne kann, je nach Management, von einer jährlichen Legeleistung von 180 – 200 vermarktungsfähigen Eiern ausgegangen werden. Die Eischalen sind cremefarben.

Der Legebeginn tritt, aufgrund des hohen Körpergewichtes, bereits in der 16. – 17. Lebenswoche ein. Zum Zeitpunkt des Legebeginns sollte das Lebendgewicht bei 2 – 2,3 Kilogramm liegen und in der ersten Legeperiode auf ca. 2,8 – 3,5 Kilogramm ansteigen.

Futterverbrauch: Der tägliche Futterverbrauch pro Tier liegt zwischen 140 und 150 Gramm (+ ganzes Korn).

Hinweise zur Fütterung: Es sind robuste und genügsame Tiere, deren ernährungsphysiologischen Bedarfe bereits geringe Nährstoffkonzentrationen gerecht werden. Das Angebot von Rohfaser (z. B. Kleie, Silage, Heu) in der Futtermischung ist absolut empfehlenswert.

Bei zu reichhaltiger Fütterung neigen die ÖTZ Bresse-Gauloise-Hennen zur Verfettung, wodurch die Legeleistung sinkt. Legende Tiere sollten stets eine gute Kondition aufweisen und das empfohlene maximale Lebendgewicht von 2,8 – 3 Kilogramm nicht übersteigen.

Verhalten: Die ÖTZ Bresse-Gauloise-Hennen sind freundlich, selbstbewusst und lebhaft, als Junghennen aber auch durchaus etwas schreckhaft.

ÖTZ BRESSE-GAULOISE-HÄHNE

 Schlachtleistung: Die Hähne erreichen innerhalb von 15 Wochen ein Lebendgewicht von zirka 2,8 Kilogramm und ein Schlachtgewicht von 1,7 Kilogramm. Der Schlachtkörper ist optisch ein attraktiver Kompromiss zwischen Bruderhahn und Masthähnchen. Das Fleisch ist durch das lange Wachstum und die Bewegungsfreudigkeit der Tiere fester und intensiver im Geschmack. Die intramuskuläre Fetteinlagerung macht bei gekonnter Mast das Fleisch saftig und sehr aromatisch.

Fütterung: Die ÖTZ Bresse-Gauloise sind für eine extensive Mast mit alternativen Futterkomponenten (Keimgetreide, Kartoffeln, Hafer, Molke, etc.) sehr gut geeignet. Dennoch sollten sie unter keinen Umständen „großgehungert“ werden.

Verhalten: Die Hähne sind in der Geschlechtsreife bis maximal 17 Wochen in einer reinen Hahnengruppe zu halten. Danach steigt das Aggressionspotenzial und das Wachstum stagniert.

 

 

RARITÄTEN Steckbriefe

Die ÖTZ  kooperiert mit verschieden kleinbäuerlichen Züchter:innen und unterstützt Projekte sowie Initiativen, die sich dem Erhalt und Aufbau von Zweinutzungshuhnrassen widmen. Darüber möchte die ÖTZ einen Beitrag zum Erhalt der genetischen Vielfallt und einer  zukunftsfähigen Nutztierhaltung im Geflügelbereich zu leisten.
Durch dieses Engagement können die folgenden  Rasse-Raritäten in Bio-Qualität angeboten werden.  
Gerne vernetzen wir interessierte Betriebe und bieten den Vertrieb von verfügbaren Bruteiern in Bio-Qualität über das Bestellformular der ÖTZ an.  
  • Besonderheiten INFO

  • Bio-Qualität
  • EU-Zertifizierung**: Nein
  • Verfügbarkeit: Bruteier  und Küken, sowie Junghennen auf Anfrage

**Nach Binnenmarkt-Tierseuchenschutz Verordnung (BmTierSSchV) zertifiziert und damit für den Handel in EU zertifizierte Brütereien und das Ausland zugelassen.

Die Triesdorfer Landhühner* zeichnen sich durch ihr buntes Federkleid, den Schopf und die blauen Füße aus. Sie werden seit 2014 an der Landwirtschaftlichen Lehranstalt (LLA) Triesdorf als reinrassige Zweinutzungshuhnrasse entwickelt. Die Zucht basiert hauptsächlich auf den drei Ursprungsrassen Bresse-Gauloise, Italiener und Sulmtaler.
* Das Triesdorfer Landhuhn wurde maßgeblich durch Frank Kötzel und Ingrid Mäusel züchterisch erarbeitet. Ab 2023 werden die ersten Elterntiere dieser Neuzüchtung in Kooperation mit der ÖTZ (biozertifiziert) gehalten.

TRIESDORFER LANDHUHN-HENNEN

Leistung: Bei einer Triesdorfer-Henne kann, je nach Management,  von einer jährlichen Legeleistung von bis zu 230 vermarktungsfähigen Eiern ausgegangen werden. Die Schalenfarbe der Eier ist hellbeige bis braun. Der Legebeginn liegt in der 20. Lebenswoche.

TRIESDORFER LANDHUHN-HÄHNE

Schlachtleistung: Abhängig von der Aufzuchtdauer, Herdengröße und Fütterung erreichen die Triesdorfer-Hähne im Alter von 14 Wochen ein Lebendgewicht von etwa 2,3 Kilogramm, sowie ein Schlachtgewicht von 1,5 Kilogramm. Im Alter von 20 Wochen ist, je nach Aufzucht und Fütterung, ein Lebendgewicht von 2,8 Kilogramm und ein Schlachtgewicht von 2 Kilogramm möglich.

 

BESONDERHEIT: Das Triesdorfer Landhuhn ist ein reinrassiges Tier, welches selbst vermehrbar ist. Da es sich um eine sehr junge Rasse handelt, können die Nachkommen jedoch noch relativ stark in Gewicht und Größe streuen.
Quelle: Frank Kötzel

Das Augsburger Huhn ist eine mittelgroße Legerasse mit kräftigem Rumpf. Als besonderes Rassemerkmal gilt der Kronen- oder Becherkamm, welcher von beiden Geschlechtern getragen wird.

Die Zuchtgeschichte des heutigen Augsburger Huhns begann um 1870/80. In der Nähe von Augsburg wurden schwarz gefiederte Tiere der französischen Rasse La Flèche mit schwarzen Italienern gekreuzt. Aus den Nachkommen dieser Verpaarung entstand die Zucht der schwarzen Augsburger.

Die Augsburger Hühner galten als typische Legerasse, bei der die Fleischnutzung als Zuchtmerkmal in den Hintergrund rückte. Dennoch ist ihr Fleischertrag höher als bei anderen Legerassen. In den 1920er-Jahren wurden die Tiere von der deutschen Landwirtschaftsgesellschaft in die Liste der anerkannten Nutzhühner aufgenommen. Allerdings mussten sie, wie fast alle alten Legerassen, den modernen Hybridhühnern weichen (Quelle: Einheimische Nutztierrassen in Deutschland – Rote Liste gefährdeter Nutztierrassen 2021).

Seit 2018 lebt neben den Coffee und Cream auch ein kleiner Bestand an Augsburger Hühnern in Erhaltungszucht bei Katharina und Manuel Förg, Bioland Betrieb „Alte Schäferei“ Augsburg. Familie Förg ist Mitglied im „Sonderverein der Züchter des Augsburger Huhnes und der Zwerg-Augsburger“.

In Zusammenarbeit mit der Ökologischen Tierzucht können Bruteier der Augsburger Hühner in Bio-Qualität angeboten werden.

BESONDERHEIT: Die Rasse „Augsburger Huhn“ wird auf der Roten Liste gefährdeter Nutztierrassen geführt. Die bäuerliche Zucht und Haltung trägt zum Erhalt dieser bedrohten alten Rasse als Wirtschaftshuhn bei.

 

Quelle: Katharina Förg, Alte Schäferei
Die Robustputen sind kleine kräftige Tiere mit schwarz-weiß gemustertem Gefieder. Auch ganz weiße Tiere können auftreten. Die Robustputen sind für eine extensive Haltung auf kleinbäuerlichen Betrieben geeignet und werden klassischerweise im Rahmen einer Direktvermarktung vertrieben.
Robustputen sind eine neu gezüchtete Kreuzung aus einer langsam wachsenden Mastpute und Puten zwei alter Rassen (Cröllwitzer Pute und Ronquières Pute). Die Mastpute solle ihre geringe Größe, ihre Frühreife und ihre Fleischigkeit vererben. Die  Hähne der alten Rassen sollen ihre Vitalität an ihre Nachkommen weitergeben.

Zuchtziele der Robustpute

  • Vitalität und Stressresistenz in der Freilandhaltung
  • Umgänglichkeit
  • Gutes Futtersuchverhalten
  • Genügsamkeit
  • Frühreife (Endgewicht nach 30 Wochen)
  • Bis 6,5 Kilogramm Endgewicht der Henne
  • 7 bis 8,5 Kilogramm Endgewicht der Hähne
  • Ausschlachtung mindestens 65 %
  • Brustfleischanteil mindestens 25 %

Züchterin der Robustputen ist die Demeter-Landwirtin Christine Bremer. Auf ihrem Hof „Heide-Geflügel“ in Suhlendorf, Niedersachsen findet auch die Vermehrung und Aufzucht der Küken statt.

Mehr Einblicke

„Robustpute – Entwicklung einer wirtschaftlichen Öko-Putenkreuzung für den direkt vermarktenden Landwirt“ ist ein EIP-Projekt, das von der EU und dem Land Niedersachsen finanziert und vom Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen GmbH, Bahnhofstraße 15 b in 27374 Visselhövede, koordiniert wird.

Quelle: Christine Bremer, Heide-Geflügel

Das Zweinutzungshuhn

Zweinutzung bedeutet, dass Hahn und Henne wirtschaftlich eigenständige Tiere sind. Der Hahn produziert Fleisch aus möglichst regionalen Futtermitteln und Reststoffen aus der landwirtschaftlichen Produktion. Die Henne legt Eier und kann am Ende ihrer Legezeit als besonders schwere (Suppen-) Henne vermarktet werden. Das bedeutet, der Hahn wird, anders als beim Bruderhahn, nicht über die Henne subventioniert. Das ökologisch sinnvolle Konzept von Zweinutzung basiert auf dem Einsatz alternativer Futtermittel, insbesondere auch in der Hahnenmast.

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