5 Eier fordern den Industriestandard heraus

WENIGER BRINGT MEHR

„Die Deklarierung „bio“ bezieht sich häufig nur auf die Haltungsform, nicht auf die Züchtung der Tiere. Denn die meisten Nutzhühner stammen von Vorfahren ab, die vor vielen Jahren auf maximale Legeleistung und Fleischertrag hochgezüchtet wurden. Diese „Leistungshühner“ leben dann zwar in Ökohaltung, doch ihre DNA ist nicht wirklich bio. Um dieses Thema aufmerksamkeitsstark zu inszenieren, hat die ÖTZ in Zusammenarbeit mit der Düsseldorfer Kommunikationsagentur McCANN den klassischen Eierkarton neu gedacht. Dabei heraus kam eine Verpackung, die den industriellen Standard genauso herausfordert wie die Ökotierzucht die konventionelle Hühnerzucht der Konzerne: Denn statt 10 Eiern enthält der Karton nur 5 Eier, verteilt auf mehr Platz – ein Sinnbild für die ökologische Haltung und Aufzucht der Tiere.

Der Karton bricht mit den klassischen Sehgewohnheiten und liefert darüber hinaus erschreckend ehrliche Informationen zur industriellen Eierproduktion. „Kaum ein Bereich der ökologischen Tierhaltung fordert den Paradigmenwechsel hin zu mehr Tierwohl und zu „Qualität von Anfang an“ derart deutlich ein wie die Geflügelhaltung. Daher war es uns wichtig, ein Zeichen zu setzen.“, sagt Inga Günther. „Für uns beginnt Bio nicht erst bei der Haltung, sondern bereits bei der Zucht der Tiere.“

Die ÖTZ verschickt den alternativen Eierkarton an ausgewählte Medienhäuser und Persönlichkeiten aus Politik, Unterhaltung und Nachhaltigkeit. Zusätzlich können sich Interessierte über die Webseite www.weniger-bringt-mehr.de umfassend über das Thema informieren und selbst ein Exemplar des ungewöhnlichen Eierkartons kostenlos nach Hause bestellen.